Nun abgesehen von dem wirklich schlimmen Unwetter der letzten Nacht, welches sogar meinem Kater derartige Angst eingejagt hat, dass er unter mein Kopfkissen (!) gekrochen ist und die heftigen Hagelschauer, das Donnern und Blitzen mich zwischen vier und fünf wachgehalten haben, was jetzt Kopfschmerzen zur Folge hat, hat sich einiges getan im letzten Monat (denn heute ich ja schon der 1. März – was heißt, dass auch bald der 2. März ist und dann schon der 3. März… einige wenige Eingeweihte kennen die Bedeutung dieses Datums).
Um die Zeit unseres Seitenjubiläums habe ich einen Brief bekommen, der mich in einen Zustand der Freude und Aufregung versetzt hat und als solcher nicht folgenlos bleiben konnte, sprich: Ich bin derzeit in Umzugspläne involviert. Noch steht nichts so richtig fest (was ein bisschen zermürbend ist), aber zu tun gibt es trotzdem genug, denn es geht hier ja um die Zukunft.
Bei diesem oben erwähnten Brief handelt es sich um die heißersehnte Zusage, die hoffentlich den Weg in eine erfolgreiche berufliche Zukunft für mich ebnet (mehr wird nicht verraten). Und dieser Weg führt mich leider aus dem schönen Leipzig weg in die Hauptstadt. Das heißt also demnächst Wohnungssuche, Möbelpacken, Kistenschleppen und dann alles wieder zusammenschrauben, einräumen und irgendwie einleben. Ich bin deswegen sehr aufgeregt und freue mich wahnsinnig über diese Chance und Möglichkeit. Allerdings bin ich deswegen auch gestresst und genervt, weil mir ständig Leute im Ohr liegen mit „Was brauchst du denn noch alles für die neue Wohnung?“ oder „Nimm doch das alte Schlafsofa mit, das ist doch noch schön und bevor wir es wegwerfen…“ (NEIN! Es ist hässlich und ich mag es nicht und es hat schon seinen Grund, warum ihr es wegwerfen wollt!) oder „Man muss da vielbescheidener rangehen. Natürlich kann man auch einen Designer engagieren und den alles ausstatten lassen, wenn man denn das Geld hat…“ (Die Rede in diesem Zusammenhang war von IKEA-Möbeln und davon, dass ich unbedingt neue Möbel brauche, weil meine alten nicht zu gebrauchen sind. Aber einige Leute meinen eben, dass man besser hässliche, unpraktische, alte und kaputte Möbel haben sollte, als sich für voraussichtlich drei Jahre schön, gemütlich und den eigenen Vorstellungen nach einzurichten…)
Ich denke jeder, der mit Anfang 20 schon den Sprung aus dem heimischen Nest in das eigene Leben gewagt hat, wird das mehr oder weniger kennen. Die Mütter und Großmütter, die es lieb meinen, aber sich aufführen, als wäre man gerade erst aus dem Ei geschlüpft. Manchmal ist das Gegenteil von „gut“ eben „gut gemeint“. Natürlich freue ich mich sehr über Hilfe, aber es wird langsam Zeit, dass einige Leute aus meinem Umfeld verstehen, dass es dabei vor allem um mich geht und dass ich mich dann dort in der neuen Wohnung wohl fühle.
Das ist jedenfalls alles sehr spannend und lästig zugleich…
Jetzt brauche ih jedenfalls erst mal ein koffeinhaltiges Heißgetränk und den IKEA-Katalog